Die Struktur der Projekts FEST

Zur Erreichung dieser Aufgaben ist das Projekt in 2 Arbeitspakete aufgeteilt: AP1-Modellierung und Abstraktion und AP2-Methoden und Integration.

 

AP1: Modellierung und Abstraktion

Modellierungstechniken sind hĂ€ufig von der Implementierung beeinflusst. Eine Ausrichtung der Modellierung der Schaltung fĂŒr die Anforderungen der Verifikation erfolgt allerdings gar nicht oder in zu geringem Maße. In diesem Arbeitspaket werden neuartige Modellierungs- und Abstraktionsverfahren zur Verifikation auf System-, Architektur-, Datenfluss- und elektrischer Ebene mit Hardware- und Software-Komponenten von SoCs erforscht und implementiert. Dabei werden – neben neuen ModellierungsansĂ€tzen – auch Impulse fĂŒr die Erweiterung und Spezifikation von Sprachen und Austauschformaten erfolgen. Die hier erarbeiteten Abstraktionen werden die Grundlage bilden, auf der die Algorithmen und Methoden aus AP2 angewendet werden. Verschiedene Modellierungsarten werden dabei analysiert, optimiert sowie deren SystemintegritĂ€t geprĂŒft. Durch die Modellierung auf den verschiedenen Ebenen kann somit erforscht werden, in welcher Weise verschiedene Abstraktionen und Modellierungen ineinander greifen können. Somit wird eine durchgĂ€ngige Modellierung zur Verifikation auf allen Ebenen dargestellt, die als Beispiel fĂŒr zukĂŒnftige EDA-Flows dienen soll.

 

AP2: Methoden und Integration

In diesem Arbeitspaket werden die zu den Modellierungen korrespondierenden Verfahren erforscht und zusammen mit den Modellierungsmethoden anhand von Beispielen erprobt. Diese Verfahren bilden mit ihren Algorithmen die Grundlage, um eine Methodik der funktionalen Verifikation von Systemebene bis zur elektrischen Ebene zu ergĂ€nzen. Das Ziel ist es, dass auf jedem Abstraktionsgrad eines SoCs eine Methodik zur Verifikation zur VerfĂŒgung steht, sodass Probleme zum frĂŒhsten möglichen Zeitpunkt sicher im Entwurfsprozess identifiziert werden können. Die hier erforschten Verfahren werden wichtige LĂŒcken im Verifikationsprozess schließen, die durch das Fehlen einer geschlossenen Methodik zurzeit vorhanden sind.